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Episode 113 Nebeneinkommen nach Feierabend: 2 neue Side Hustle Ideen

Die Episode „Nebeneinkommen nach Feierabend – vier weitere Side Hustle Ideen“ gehört zu unseren beliebtesten Folgen. Daher haben wir uns entschieden, noch mehr Nebeneinkommen-Ideen zu präsentieren. Hier also die erste Idee für den zukünftigen Teilzeit-Unternehmer:

  1. Smartphone-Schulungen für Senioren

Millionen ältere Bundesbürger werden von der Digitalisierung abgehängt. Vor allem Menschen über 70 leider darunter. Bei diesem Alter gibt es einen Wendepunkt. Bei den unter 70-Jährigen sind mehr Menschen online als offline, bei den über 70-Jährigen ist es genau umgekehrt. Unter den Menschen über 80 nutze sogar nur jede Zehnte das Internet.

So droht eine „digitale Spaltung der Bevölkerung“ auf Kosten der Senioren. Denn gerade sie könnten von den Vorteilen des Internets profitieren, zum Beispiel von den Lieferdiensten der Supermärkte und Online-Händler.  

Viele Senioren kämpfen auch mit Problemen beim Einrichten ihres Smartphones. 

Eine Studie zeigt: Jeder zweite Senior würde das Smartphone häufiger nutzen, wenn sie benutzerfreundlicher wären.

Die ältere Generation unterscheidet sich beim Handy-Kauf grundsätzlich von den Jüngeren: 

Ein schickes Design brauchen Senioren nicht für ihr Smartphone, stattdessen wollen 98 Prozent ihr Gerät „gut bedienen“ können. 

Die Umfrage belegt: Senioren sind nicht technikfeindlich eingestellt. Im Gegenteil, sie wollen teilhaben am digitalen Wandel in der Gesellschaft.

Aber: Senioren haben auch andere Anforderungen an ihr Smartphone. So werden eine teilweise schwierige Bedienung (47 Prozent) und zu kleine Schriften (43 Prozent) als Negativpunkte gesehen.

Glücklich, wer seine Kinder oder Enkel einspannen kann, um entsprechend geschult zu werden.

Mittlerweile bieten Geschäfte wie Saturn schon einen “Einricht-Service” an. Auch an Volkshochschulen werden Kurse zu diesem Thema angeboten. 

Warum nicht einen Side Hustle daraus machen, in dem man sich nicht auf die reine Wissensvermittlung versteift, sondern daraus auch gleich ein Event macht? Viele möchten gerne lernen, wie sie ihren Enkeln Whatsapp-Nachrichten schicken können. 

Zeigt es Ihnen!

Die Nebeneinkommen-Idee: Kaffeeklatsch mit Smartphone-Schulung

Bis zu sechs Senioren kommen an einem Nachmittag für 2,5 Stunden zusammen und lernen – bei Kaffee und Kuchen – ihr Smartphone besser kennen – oder bekommen Hilfe bei der Einrichtung. Im Workshop-Format. 

Zusätzlich kann bei diesem Side Hustle noch eine Kaufberatung mit Begleitung zum Handyshop erfolgen. 

Das Ganze könnte auch in Seniorenheimen oder anderen Einrichtungen abgehalten werden. 

Am Ende sollen die Teilnehmer ihr Smartphone bedienen können, wenn noch nicht alles sitzt, machen manche das Training auch noch einmal.

Übrigens: Es gibt bereits private Dienstleister, die Hausbesuche zur Digitalhilfe für rund 30 Euro pro Stunde anbieten. 

Umfragen haben ergeben: Neun von zwölf Senioren können und wollen das bezahlen. 


2. Dividenden-Aktien-Strategie: das vielleicht einzige “passive” Einkommen der Welt

Im Netz ist immer wieder die Rede von passiven Einkommen. Diese Formulierung ist in den allermeisten Fällen falsch, weil sie nur auf das Ende einer Geschichte guckt. Im Mittelteil der meisten Geschichten ist viel Aktivität (ein Buch schreiben, Blog aufbauen, Videokurs entwickeln etc.) und nur am Ende im besten Fall Passivität.

Es gibt aber ein Nebeneinkommen, das tatsächlich so passiv so ist wie ein passives Einkommen nur sein kann: Dividenden!

Ja, ganz ohne Arbeit geht es nicht: die Aktien müssen ausgewählt werden und dann auch gekauft werden, aber der Zeitaufwand hierfür hält sich wirklich in Grenzen, wenn man a) eine Strategie definiert hat und b) es schafft, die Füße still zu halten, sprich nur im Notfall zu verkaufen

Wir wollen euch heute dieses Nebeneinkommen – über das es zig Bücher, Blogs und Podcasts gibt – kurz vorstellen. Um es klar zu sagen: Wir sind keine Finanzexperten und dies sind auch keine Kaufempfehlungen.

Wir möchten aber skizzieren, wie dieses sehr interessante Nebeneinkommen funktionieren kann.

Lasst uns dazu erst einmal einen strategischen Rahmen festlegen:
Wir investieren nur in sogenannte Dividenden-Aristokraten und Dividenden-Champions. Das sind Unternehmen, die seit mindestens 25 Jahren eine steigende Dividende auszahlen. Eine Liste dieser 150+ Unternehmen findest Du über eine einfache Google-Suche.

Wir sagen dann: Ich kaufe von dieser Liste nur Unternehmen mit einem KGV von 15 oder weniger. Kurz gesagt ist das KGV eine Kennzahl vergleichbar mit dem Faktor bei Immobilien: Die Anzahl der Jahre, die es dauert, bis sich deine ursprüngliche Investion selber refinanziert hat. Bei einem KGV von 15 wären das also 15 Jahre.

Das KGV liefert eine erste gute Hilfe bei der Beurteilung von Aktien. Jedoch sei hier angemerkt, dass das KGV zwei wichtige Posten nicht beachtet.

Die Schulden eines Unternehmens und die Steuern, was besonders internationalen Vergleich erschwert.

Durch Anwendung der ebit Methode kann man gegensteuern. Die ebit Methode ist der Quotient aus der Summe der Marktkapitalisierung plus Nettoverschuldung minus Beteiligungen durch Ebit (operatives Ergebnis) .

Auch da gilt je höher der Ebit Multiplikator desto unattraktiver die Aktie.

Als zweites wählen wir nur solche Unternehmen, die mindestens 4% Dividendenrendite erzielen. Soll heißen: Wenn ich für 1000 Euro Aktien kaufe, überweist mir das Unternehmen jährlich insgesamt 40 Euro an Dividende auf mein Girokonto – in der Regel 4 mal im Jahr 10 Euro.

Lassen wir es bei dieser ganz simplen Strategie einmal belassen und holen wir nun wieder den Taschenrechner raus – so wie wir es bei der Episode “Reich durch Nebeneinkommen” gemacht haben.

Nehmen wir an, Du hast es irgendwie geschafft (Spar-Strategien findest Du zum Beispiel in der Episode 102), 10.000 Euro auf die Seite zu legen. Diese möchtest Du nun in ein passives Nebeneinkommen umwandeln. In unserem Modell gehen wir davon aus, dass Du jeweils für 1.000 Euro Dividenden-Champion-Aktien kaufst, die die eben erwähnten Kriterien erfüllen. Gebühren von jeweils etwa 10 Euro mindern deine Rendite im ersten Jahr leicht, aber das lassen wir heute mal außen vor.

Nach einem Jahr bist Du also voll investiert und erzielst damit ein Nebeneinkommen von rund 400 Euro im Jahr.

Wenn Du nun nichts weiter unternimmst, deine Aktien einfach im Depot liegen lässt – und keine deiner Aktien die Dividende kürzt und keine einen Totalverlust erzielt – dann kannst du dich dank des Dividendenwachstums darüber freuen, jedes Jahr etwa 5-10% mehr an Dividenden überwiesen zu bekommen.

Man kann davon ausgehen, dass bei dieser Strategie sich die Summe der Dividenden nach 10 Jahren verdoppelt.

Nun sind 400 Euro Cashflow im Jahr keine Summe, mit der Du große Sprünge machen kannst. Aber als kleines Zusatzeinkommen ist dieser Betrag vielleicht trotzdem attraktiv. Bei diesem Modell sind Kursgewinne übrigens nicht kalkuliert. Es ist also davon auszugehen, dass auch dein Kapital stetig wächst.

Zum Abschluss noch ein Bild: Sehe Dividenden wie Mieteinnahmen. Wie viel das Haus mit deinen Mietwohnungen wert ist, muss ich nicht ständig überprüfen, entscheidend ist der regelmäßige Cashflow und die Aussicht, auf eine langfristig positive Wertentwicklung.

Und genau wie eine Immobilie kannst Du dein Dividenden-Aktien-Portfolio auch weiter vererben



SHOWNOTES:

Ein sehr praktisches Buch über Dividenden-Aktien, Income Trusts, REITs und andere Dividendentitel ist das Buch „Bargeld statt Buchgewinn“ von Luis Pazos.

Ein empfehlenswerter YouTube-Kanal zum Thema Dividenden-Aktien ist der Kanal „Zahltagstrategie“ von Nils Gajowiy.

Auf der Suche nach noch mehr Ideen für einen Side Hustle: Schau dich doch mal hier um…

Die im Podcast erwähnten Bücher von der Aktienmillionärin Beate Sander findest Du hier.

Hashtag dieser Episode: #925nebeneinkommen

Danke fürs Zuhören!

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