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Episode 190 Beamtentum: Enthüllungen eines Aussteigers! Interview mit Dominik Fecht (1)

„Dazu kommt noch, dass du als Lebenszeitbeamter eine unkündbare Stelle hast. Du kannst deinen Job eigentlich nur noch dann verlieren, wenn du irgendetwas Illegales machst. Nur für schlechte Leistungen oder fehlende Aufgaben wirst du nicht rausgeschmissen.“

Dominik Fecht in „Beamte wollen arbeiten“

Dominik Fecht ist heute zum dritten Mal im Nein2Five-Podcast. Der ehemalige Zoll-Beamte spricht mit uns über sein gerade erschienenes Buch „Beamte wollen arbeiten“.

Im ersten Teil dieses Interviews mit dem Finanz-Coach sprechen wir über die explodierenden Kosten der Beamtenpensionen, den Trend hin zum öffentlichen Dienst bei jungen Menschen und die Unterschiede zwischen Beamten und Angestellten.

Wir übertreiben nicht, wenn wir euch versprechen, dass dieses erste Podcast-Interview zu Dominiks neuem Buch „Beamte wollen arbeiten“ explosiv ist. Es ist ein Augenöffner, denn das Buch zeigt systematisch, wie das System Beamtentum funktioniert und warum es volkswirtschaftlich immer mehr zum Problem wird.

Shownotes: 

Hier erfährst Du mehr über das Beamtenbuch von Dominik Fecht.

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One Comment on “Episode 190 Beamtentum: Enthüllungen eines Aussteigers! Interview mit Dominik Fecht (1)

Mirko
18. Juli 2021 um 14:31

Hallo,
vielen Dank für diese Folge, in der Ihr mit Dominik einige heiße Eisen ansprecht.

Warum leisten wir uns ein vielerorts so ineffizientes, veraltetes und unproduktives System wie das deutsche Beamtentum? Weil wir es seit 200 Jahren, seit den Stein-Hardenbergschen Reformen so machen – also immer schon. Das Berufsbeamtentum ist seitdem sakrosankt. Da geht niemand ran, genauso wenig wie an das Rentensystem (oder das Gesundheitssystem), das in seinen Grundzügen auf Bismarck zurückgeht. Beide Grundpfeiler unseres Staates haben zu Stabilität und sozialer Sicherheit geführt und hatten schon deshalb ihre Berechtigung.

Auf die Herausforderungen einer modernen Staatsverwaltung und einer tragfähigen Altersversorgung im 21. Jahrhundert können diese Institutionen keine alleinige Antwort geben.

Was Dominik da für die Ebene des mittleren Dienstes beschreibt, kann ich auch für den gehobenen und sogar höheren Dienst bestätigen. Gerade bei letzterem geht es häufig eher um Politik als um ein Interesse in der Sache. In Ministerien wird der höhere Dienst dominiert durch Versorgungsposten aus den Parteien. Immer wenn eine neue Regierung an die Macht kommt, kommen auch einige neue Versorgungsfälle. Jeder Minister bringt sich seine „Spezialisten“ mit, die dann häufig bleiben (auch wenn das Haus längst eine andere Farbe hat).

Hinzu kommt, dass es zum leidigen Erbe des preußischen Verwaltungsaufbaus (und nicht nur dort) gehört, strikt hierarchisch gemäß einer Pyramide aufgebaut zu sein: das Unten kommuniziert nicht mit dem Oben. Veränderungen kommen nur von der Obrigkeit, Kreativität und Innovation nie von unten. So finden sich in vielen Behörden leider zwei sehr problematische Typen von Menschen zusammen: Absicherer und Untertanen. Diese Melanche, einst als Bollwerk gegen Machtergreifungen jeder Art gedacht, ist heute für Lähmung und Reformunfähigkeit in diesem Land vor allem verantwortlich.

Es grüßt
Mirko

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