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Episode 204 Gehörst Du zu den 10%?

Gleich mal reinhören!

”Es kann sich lohnen, gegen den Mainstream der Meinungen zu denken.“

Nein2Five

Minderheiten sind ein Trend-Thema. Es gibt “gute” und “schlechte” Minderheiten, je nachdem, wer die Deutungshoheit hat. Unabhängig davon, ob man in einem bestimmten Bereich einer “guten” oder “schlechten” Minderheit angehört, stellt sich die Frage, wie wir psychologisch damit umgehen.

Der Mainstream, der Strom der Mehrheit, übt einen Sog aus. Nur wer sich aktiv dagegen stellt, kann offenbar diesem Sog widerstehen.

In dieser Episode möchten wir ein Konzept vorstellen, dass über die letzten Monate entstanden ist. Viele kennen das Pareto-Prinzip (80 zu 20) und es ist auch viel die Rede von den 1%. 

Kennst Du aber schon das 10%-Prinzip? 

Rund 10% der Deutschen sind in Aktien investiert. Rund 10% von diesen 10% sind in Kryptowährungen investiert. Rund 10% haben die Parteien FDP und die Grünen gewählt. Rund jedes zehnte Startup wird ein Erfolg. 

Gehörst Du zu den 10% oder den 90%? Und wie fühlst Du dich, wenn Du zu den 10% gehörst? Ausgeschlossen und verloren oder pudelwohl? 

Wir Menschen sind Herdentiere und neigen dazu, uns in die Gruppe (die Mehrheit) zu integrieren. Das gibt uns ein Gefühl von Geborgenheit. Aber ist es darum auch richtig und zielführend? 

Wenn Du dich als Teil der Minderheit unwohl fühlst, dann möchten wir dich mit dieser Episode ermutigen, den Spieß umzudrehen. 

Als wir neulich im Interview den Investmentpunk Gerald Hörhan gefragt haben, worauf ein Investmentpunk scheißt, da hat er sinngemäß geantwortet: auf das, was die Mehrheit macht. Denn die Mehrheit steht für Mittelmaß.

Anstatt zu versuchen, dich einer Mehrheitsmeinung anzupassen oder dich zu verstecken, weil du in der Minderheit bist: Geh’ in die Offensive! Es ist auch bei der Selbstvermarktung viel einfacher, denn Angepasste und Langweiler gibt es schon en masse. Wenn du du selbst bleibst, bist Du leicht wieder zu erkennen.

Du kannst das 10%-Prinzip aber auch noch anders für dich nutzen. Wenn Du zum Beispiel einen Side Hustle suchst, dann schaue dir den Markt an und frage dich: Was machen 90% oder Leute und was machen 10% der SIde Hustler? Die interessanten Optionen sind vermutlich auf der Seite der Minderheit. 

Wenn Du nach einem Marketingkonzept für dein Business suchst, dann frage dich: Was machen die 10% und was machen die 90%? 

Du kannst dieses Spiel immer weiter treiben. Wenn Du die 10% herausgekitzelt hast, dann frage dich: In dieser Nische, was machen die 10% und was machen die 90%. Du siehst, worauf wir hinaus wollen…

Dieses Konzept erhebt natürlich nicht den Anspruch auf Wahrheit und wir haben es auch nicht als Marke registriert. Es soll nur als Denkanstoß dienen und vielleicht auch als Trost, wenn Du dich in bestimmten Situationen als Teil einer kleinen Minderheit fühlst. 

SHOWNOTES:

“How I found freedom in an unfree world” von Harry Browne.

Danke fürs Zuhören!

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2 Comments on “Episode 204 Gehörst Du zu den 10%?

Mirko
26. Oktober 2021 um 10:53

Ich stelle mir manchmal die Frage, ob wir schon in dystopischen Zeiten leben. Darum habe ich zuweilen Assoziationen, die aus dystopischen Romanen inspiriert sind. Bei Ray Bradburys Fahrenheit451 gibt es diese Untergrundbewegung von Hobos, die klassische Werke memorieren, die sonst von den Behörden verbrannt werden. Die schriftlichen Zeugnisse der Weltliteratur sollen vergessen werden, damit auch das kulturelle Bewusstsein ausgelöscht würde. Warum soll das kulturelle Gedächtnis und mithin unser kulturelles Bewusstsein verschwinden? Weil es die Bedingung dafür ist, zu den 10 Prozent (eher weniger) derjenigen zu gehören, die sich ihrer Einzigartigkeit und Freiheit bewusst sind. Etwas, dass Kollektivismen jeglicher Coleur stets verdächtig sein musste.
Libertäres Denken knüpft hier an, es wird geboren aus der besonderen Wertschätzung des Individuums, das in den staatlichen Mühlen zermalmt wird, das vom Mainstream absorbiert zu werden droht. Überall gilt es sich dem Zugriff auf unsere individuelle Freiheit zu widersetzen. Das gelingt jedoch einzig durch innere Souveränität, durch intellektuelle und persönliche Reife und einiges mehr. Hierin liegt die Erklärung dafür, warum es immer nur wenige sind und sein können: weil es verdammt harter Arbeit an sich selbst bedarf, um zu werden wer man sein will und zu wissen, wer das überhaupt sein soll.
Es grüßt
Mirko

Antworten
Christian Schmid
27. Oktober 2021 um 8:45

Vielen Dank für deine Gedanken, Mirko! Leider muss ich dir zustimmen, auch wenn ich es mir anders wünschen würde. Die Angriffe auf die Individualität, persönliche Freiheit und Eigenverantwortung werden immer unverhohlener. Wir sind mitten in einem „culture war“.

Mir ist in der letzten Zeit noch ein Phänomen aufgefallen, dass ich erstaunlich finde: In Filmen und Büchern werden die couragierten, tapferen Menschen gefeiert. Im Alltag werden sie aber als lästig und irgendwie unsozial gesehen.

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