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Episode 214 Contrepreneure: Rahim Taghizadegan über Unternehmertum

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“Ein Mensch, der unternehmerisch denkt und handelt  – so Kirzner – zeichne sich vor allem durch eines aus: seine alertness, seine Findigkeit bezüglich neuer und lohnender Ziele und bezüglich neuer verfügbarer Ressourcen.”

Rahim Taghizadegan in „Helden, Schurken, Visionäre“

Rahim Taghizadegan ist ein österreichischer Ökonom und Publizist. Er ist Vertreter der Österreichischen Schule in der Volkswirtschaftslehre. Rahim leitet die private Bildungseinrichtung Scholarium in Wien und schreibt Bücher, die einem im besten Sinn das Gehirn waschen. 

Unternehmer und Reiche haben in Deutschland keinen guten Ruf, sie werden bei uns eher mit Neid als mit Bewunderung bedacht. Wir haben uns mit diesem Phänomen in der Episode 159 „Was wir vom ARD-Tatort über Unternehmer lernen – und am besten gleich wieder vergessen“ im Detail beschäftigt. Auch unser Bundeskanzler Olaf Scholz hat nicht viel übrig für Menschen, die ihr finanzielles Schicksal selber in die Hand nehmen möchten. Hört euch hierzu gerne die Episode 177 „Olaf Scholz: ein vermögensloser Multimillionär wettert gegen “die Reichen” an.

Im ersten Teil dieses Interviews mit Rahim Taghizadegan sprechen wir über folgende Themen:

  1. Warum der Unternehmer in den Wirtschaftswissenschaften so gut wie nicht vorkommt.
  2. Warum das Bild des Unternehmers in Deutschland so negativ ist. Zitat aus dem Buch: “Da Geschichte immer eine Auswahl darstellt, könnte die Kausalität sogar umgekehrt sein: nämlich, dass Unternehmer nicht überdurchschnittlich erfolgreich dabei sind, auf Kosten anderer zu leben, sondern diesen ihnen überdurchschnittlich oft nachgesagt wird und eher auffällt, weil man ihnen seit jeher mehr Neid entgegenbringt.”
  3. Warum der Ansatz, Manager durch fantastische Aussichten auf Erfolgsboni und damit erhöhte Einsätze am Spieltisch unternehmerischer machen zu wollen, so falsch und gefährlich ist.
  4. Ob es stimmt, dass Unternehmer risikobereiter als der Durchschnitt sind?
  5. Was unternehmerisches Gespür ist und ob man es trainieren kann?

SHOWNOTES:

Das sehr empfehlenswerte Buch „Helden, Schurken, Visionäre“ könnt ihr direkt beim FBV bestellen!

Auf der Autorenseite von Rahim Taghizadegan findet ihr weitere Titel des Autors. Kaufen kann man seine Bücher natürlich auch im örtlichen Buchhandel. #supportyourlocals

Das im Podcast erwähnte Interview mit Dr. Markus Elsässer findest Du hier: Teil 1 und Teil 2

Danke fürs Zuhören!

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2 Comments on “Episode 214 Contrepreneure: Rahim Taghizadegan über Unternehmertum

Mirko
3. Januar 2022 um 18:57

Hallo zusammen,

vielen Dank für dieses Interview, das getrost mehrfach gehört werden kann, da es ziemlich dicht ist. Rahims Analysen sitzen mit jedem Satz. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil. Gerade sein Deutungsrahmen, die Österreichische Schule, lassen ihn blinde Flecken ausleuchten, wo die Mainstream-Wirtschaftswissenschaften oft nur statische Modelle anzubieten haben.

Zu allen angesprochenen Themenkomplexen gäbe es noch viel zu sagen. Wozu zukünftig bei euch noch mehr kommen könnte, ist aber die Frage danach, ob man unternehmerisches Denken erlernen kann. Da lohnte es sich, tiefer zu graben. Natürlich lässt sich das nicht im Hörsaal lernen, wie ihr in der Sendung übereinstimmend feststellt. Denn unternehmerisch zu denken, ist eher eine Frage einer entsprechenden Denkweise.

Woraus resultiert diese? Aus einer bestimmten Lebensweise heraus. Diese Lebensweise ist durch den richtigen Umgang mit anderen Menschen (die dich beflügeln), die richtigen Bücher und durch die richtigen existenziellen Entscheidungen durchaus selbst herbeizuführen, und somit bis zu einem gewissen Grad erlernbar. Finde dein abenteuerliches Herz und ändere dein Leben – von Jekyll zu Hyde, vom Angestellten zum Freibeuter!

Es grüßt
Mirko

Antworten
Christian Schmid
5. Januar 2022 um 15:43

Lieber Mirko!

Vielen Dank für deinen Vorschlag, Rahim einzuladen! Dieses Interview hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Seine Ausführungen sind so klar und gleichzeitig so unkonventionell, dass sich das Zuhören wie Denksport anfühlt.

Vielleicht sollten wir tatsächlich mal eine Episode zu dem von dir vorgeschlagenen Thema machen. Denn ich gebe dir recht, dass es bestimmt günstige und ungünstige Rahmenbedingungen für Unternehmer und unternehmerisches Denken gibt. Auch wenn man Unternehmertum nicht studieren kann, kann man sich selber aber vielleicht ein gutes Umfeld dafür schaffen. Wir hoffen natürlich, dass wir mit diesem Podcast auch einen kleinen Teil dazu beitragen, dieses geistige Umfeld zu schaffen.

Beste Grüße

Christian

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