Episode 247 Zensur macht arm!

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Zensur macht uns alle ärmer. Geistig, sozial und am Ende auch materiell.

Nein2Five

These: Zensur verläuft nach einem historischen Muster: geistige Armut durch Zensur führt zu sozialer Armut (Spaltung der Gesellschaft) und letztlich zu materieller Armut (fehlende Innovation, Vertuschen von Korruption)

Schon seit einiger Zeit werden die Angriffe auf die Meinungsfreiheit aggressiver und internationaler. Die Digitalkonzerne, die da facto mehr Einfluss auf den öffentlichen Diskurs als Regierungen haben, nutzen sogenannte Faktenchecker, um Narrative zu stützen und Debatten zu unterdrücken. FB und Twitter müssen sich dazu regelmäßig vor dem amerikanischen Senat rechtfertigen. Erst neulich musste FB zugeben, dass ihre “Faktenchecker” nicht Fakten, sondern Meinungen verbreiten.

Auch unter dem Deckmantel von Hate Speech wird immer stärker in die Rede- und Meinungsfreiheit eingegriffen. Interessanterweise sehen wir zensorische Bestrebungen in anderen Ländern immer sehr kritisch. 

Untersuchungen haben übrigens ergeben, dass nur ein sehr, sehr geringer Prozentsatz der als Hassrede deklarierten Posts und Redebeiträge tatsächlich strafrechtlich relevant ist. Hinter dem Begriff Hate Speech/Hassrede steckt also offensichtlich eine politische und ideologische Agenda. 

Diskussionen und Widerspruch sollen stumm geschaltet werden. Wer keinen Widerspruch duldet, hat in unserem Buch keine guten Absichten oder weiß, dass er falsch liegt. Die Befürworter von Zensur waren historisch noch nie auf der guten Seite!

Diese Klima der Redeangst und die real existierende Cancel Culture (diese wird ja immer noch oft geleugnet) führt bei vielen Menschen dazu, dass sie eine Schere im Kopf entwickeln. Sie zensieren sich selbst. Streit in der Familie, in der Kneipe oder auf der Arbeit werden vermieden, indem man sich nicht mehr frei äußert oder nur politisch korrekte Meinungen nachbetet.

Das Problem: Innovation und Kreativität brauchen Debatten. Wer schon einmal an einem Brainstorming teilgenommen hat, kennt die eiserne Regel: keine Idee ist tabu, keine Idee zu banal, keine Idee wird von vornherein bewertet oder ausgeschlossen.

Man stelle sich ein Brainstorming in der heutigen medialen-politischen Lage vor: So, hier sind unsere Ideen. Wer andere Ideen hat, kann sie für sich behalten. Wer sie nicht für sich behält, wird nie wieder befördert! 

Schauen wir nach Silicon Valley: Die Tech-Giganten, die uns heute beherrschen, sind alle aus Innovationen entstanden. Aus “verrückten Ideen”, die sich nicht darum geschert haben, ob sie gerade politisch korrekt sind. Politisch korrekt heißt ja übersetzt, dass es Tabus gibt. Dinge, über die man nicht spricht. 

Heute entsteht im Silicon Valley dank der woke culture nur noch sehr wenig. Wenn Menschen vor allem darauf gucken, was jemand anderes “falsch” macht oder sagt, entsteht keine Kreativität. Wir kennen das aus der Schule. Die Fehlerkultur, die uns dort dominiert hat, ist das Gegenteil von Unternehmertum und Kreativität. “Fehler machen” ist ein Synonym für Lernen und Entwicklung. Beamten-Mikado “Wer sich zuerst bewegt, hat verloren!” bedeutet Stillstand und Rückschritte. 

Wir zehren noch von den Reserven der Innovation und Tatkraft der Vorgänger-Generation. Wo aber bleiben die neuen treibenden Kräfte? Wo bleibt die Innovation? 

Wie kann diese gedeihen, in einem Klima der Redeangst und der geistigen Verarmung?Je länger wir als Gesellschaft in diesem kulturellen Klima leben, desto ärmer wird unsere Kultur und unsere Gesellschaft insgesamt. Zensur ist der Kreativitätskiller No.1.

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2 comments on “Episode 247 Zensur macht arm!

  1. Mirko sagt:

    Hallo zusammen,
    vielen Dank für diese Episode! Tatsächlich konnte ich alle Punkte, die ihr angesprochen habt, innerlich abnicken.

    Ein Punkt ist mir dabei besonders hängengeblieben: Was treibt Leute um, die einfach leugnen, dass es eine drastische Einschränkung der Meinungsfreiheit hierzulande gibt?

    Je länger ich darüber grübele, um so schlechter denke ich über Zensurleugner. Hinzu kommt, dass ja nicht nur der Fakt sich sukzessiver weiter verengender Meinungskorridore auf fast allen politischen und gesellschaftlichen Feldern (Klimawandel, Marktwirtschaft, Migration, Ukraine, Sanktionen, Gender, Covid etc.) geleugnet wird, sondern darüber hinaus auch, dass es überhaupt negative Konsequenzen für die Person hat, sich nicht opportun zu äußern. Diese Taktik ist, so sie nicht aus absoluter Unkenntnis und Naivität herrührt, an Perfidie kaum zu überbieten. Denn man leugnet nicht nur das Offensichtliche und hinterfragt damit die kognitive Befähigung des Zensierten, sondern man leugnet damit auch den sozialen Druck bis hin zur Gefährdungen der bürgerlichen Existenz, der man als Abweichler zunehmend ausgesetzt wird (Sperrung von Paypal-Konten, Demonetarisierung, Deplatforming, Shadow Banning, Verlust von Aufträgen in Folge von Rufschädigungen und Kampagnen usw.).

    Es erinnert mich an Gaslighting, als das man „in der Psychologie eine Form von psychischer Gewalt beziehungsweise Missbrauch bezeichnet, mit der Opfer gezielt desorientiert, manipuliert und zutiefst verunsichert werden und ihr Realitäts- und Selbstbewusstsein allmählich deformiert bzw. zerstört wird.“ (Wikipedia) Das gehörte aber auch schon zum Instrumentenkasten der Staatssicherheit, nannte sich aber dort „Zersetzung“.

    Mit nachdenklichen Grüßen
    Mirko

    1. Christian Schmid sagt:

      Hallo Mirko!

      Vielen Dank für deinen Kommentar! Interessant, dass auch Du über das Leugnen der Cancel Culture (eigentlich ja eine Unkultur) nachgedacht hast. Ich frage mich auch, welche Motivation dahintersteckt. Durch das Leugnen signalisiert man ja, dass man durchaus ein Unrechtsverständnis hat und Zensur – zumindest auf dem Papier – ablehnt. Gleichzeitig sind ja die Leugner oft auch gleichzeitig die Canceler. Insofern würde auch ich es in diesen Fällen als Gaslighting bezeichnen.

      Mit besten Grüßen

      Christian

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