Episode 248 Sind FIRE und Finanzblogging am Ende? Katrin Werling im Interview

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Befindet sich die FIRE-Bewegung aufgrund der wirtschaftlichen Lage gerade in einem Schockzustand? 

Nein2Five

Die FIRE-Szene wirkt im Moment sehr ruhig. Eine Inflation, die immer neue Rekorde bricht, und eine wirtschaftlich und gesellschaftlich angespannte Lage scheinen viele Freunde der finanziellen Unabhängigkeit nachdenklich zu stimmen. Wir sprechen heute mit der finanziell entspannten Katrin Werling von Financial Independence Rocks über FIRE, die Inflation und die Finanzblogger-Szene. 


Katrin Werling hatten wie bereits vor zwei Jahren bei uns zu Gast im Finanzpodcast. Wir wollen von ihr auch erfahren, wie sich die Corona-Politik auf ihre finanzielle Situation ausgewirkt hat und wie ihr Leben als finanziell unabhängige Person nun aussieht. 

SHOWNOTES: 

Unser erstes Interview mit der Finanzbloggerin Katrin Werling von Financial Independence Rocks findet ihr hier

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4 comments on “Episode 248 Sind FIRE und Finanzblogging am Ende? Katrin Werling im Interview

  1. Mirko sagt:

    Hallo zusammen,
    eine sehr hörenswerte Episode! Danke dafür!
    Da mein letzter Kommentar angesprochen wurde, erlaube ich mir, noch einmal meinen Punkt zu ergänzen. Sorry, falls es langweilt.

    Grundlage der ganzen FIRE-Bewegung ist doch einfache Mathematik: die 4%-Entnahmeregel, das Ansparen des 25fachen des jährlichen Geldbedarfs etc. Untermauert wurde das Ganze noch höchstwissenschaftlich mittels der Trinity-Studie, die u.a. aufgezeigt hatte, dass sich über lange Zeiträume hinweg der S&P500 (1925-1995) derart entwickelt hat, wobei sogar Kriege, Crashs und Inflation einbezogen wurden, dass eine sichere Entnahme in Höhe von 3-4 Prozent möglich waren, ohne je pleite zu gehen. Sehr gut! Das ist eine rationale Grundlage.

    Es gibt dabei nur ein Problem, das ich den Homo-Faber-Effekt nennen würde: Wir können uns zwar darum bemühen, nach rationalen Gesichtspunkten zu leben; aber wir können nicht von der Annahme ausgehen, das sich auch unser Leben und die Welt entsprechend rational entwickeln würden. Anders gesagt: Auch in unserer Biographie wimmelt es von Schwarzen Schwänen, von unvorhersehbaren Ereignissen, die sich jeder rationalen Planung entziehen müssen. Und hier ist der Grundirrtum, dem viele in der FIRE-Bewegung unterliegen – sie schließen von der Trinity-Studie und dem rationalen Setting (4%-Regel etc.) auf ihren eigenen Lebensverlauf. Es ist die Unterstellung rationaler Planbarkeit, die sich rächen könnte, wenn wir irgendwo im Leben einen unvorhergesehenen Abzweig nehmen oder uns ein Schicksalsschlag trifft, wie es für beinahe jede Biographie irgend wann nun einmal zutrifft. Das könnte – in Anlehnung an Max Frischs Romanfigur – tragisch enden. Es genügt schon, wenn du nach 20 Jahren Early Retirement mit 65 plötzlich wieder Kellner sein musst, und du keine andere Wahl hast. Dann wirst du, weil dir die Beitragsjahre fehlen, mit 80 noch an der Schwimmbadkasse sitzen, wenn du als Kellner nichts mehr bringst.

    Deshalb ist für mich an FIRE auch einzig der FI -Aspekt interessant. Ein ordentliches Finanzpolster kann nie schaden. Ich nenne es die Resilienzreserve, die deine Anpassungsfähigkeit an Schwarze Schwäne deutlich erhöhen kann. Ich weiß, Fuck You Money klingt cooler. Aber es verleitet dazu zu glauben, man sei irgendwie fein raus, wenn man es einmal hat, und könnte dem Leben dann den Mittelfinger zeigen. Aber das Leben hat den Längeren (Mittelfinger) – so viel ist sicher…

    Es grüßt
    Mirko

    1. Ruben Alvarez Barrera sagt:

      Hallo Mirko,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Und nein, wir sind nicht gelangweilt :-).

      Interessant, die Theorie des schwarzen Schwans ins Spiel zu bringen. Du hast recht, das FIRE Konzept schließt aus, dass seltene und unvorhersehbare Ereignisse einen erheblichen Einfluss auf unser Leben und die finanzielle Situation haben können.

      Genau aus diesem Grund ist es wichtig, Finanzpolster, Resilienzreserven oder auch FU-Money aufzubauen, um „Schocks zu absorbieren und weiter zu funktionieren“.

      Das stellt das FIRE Konzept jetzt nicht in Frage, es liefert, wie du sagst, die rationale Grundlage, jedoch ist es kein Garant dafür, dass deine Pläne aufgehen.

      „Hope for the Best, Expect the Worst“.

      Liebe Grüße

      Rubén

  2. Andy sagt:

    Erstmal tolle Folge habe gerne zugehört. Ob Fire am Ende ist? Keine Ahnung, aber der Finanzwesir hat mal gesagt, dass man zwar gescheitert ist, wenn man statt der Million nur 500.000 am Ende hat, aber dann steht man immer noch besser da als die meisten anderen. Daher mache ich einfach weiter.

    Guter Punkt war auch, dass die Leute nicht mehr so auf Taten schauen, sondern eher auf die schönen Worte. Fällt mir im Beruf immer wieder auf. Und irgendwie funktioniert es auch, im Meeting steht die Person dann gut da und in ein paar Wochen kann und will sich niemand an konkrete Aussagen erinnern.

    1. Ruben Alvarez Barrera sagt:

      Hallo Andy,

      Vielen Dank! Da fällt mir sofort eine sportliche Analogie ein: Wenn du beim Basketball zwei Freiwürfe erhältst, versengst aber nur einen, hast du dann versagt? Wir glauben nicht. Am Ende des Tages zählen auch 500.000.-.

      Dein zweiter Punkt entspricht leider auch unseren Beobachtungen: Es wird viel geredet, aber wenig gesagt oder getan. Viel Lärm, aber nicht viel Substanz.

      Solange es Menschen gibt, die dies erkennen, ist nichts verloren. 😉

      Liebe Grüße

      Rubén

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