Episode 278 Vermieter, Unternehmer, Privatiers: Neid kann dich die finanzielle Freiheit kosten

 

 

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Neid verbreitet sich gerade wieder wie ein Virus… 

Nein2Five

Auslöser für diese Episode ist ein Tweet. Viele von euch werden mitbekommen haben, dass es den Hausbesitzern und Vermietern in ganz Europa an den Kragen gehen soll. Dagegen formiert sich Widerstand, aber es gibt natürlich auch Befürworter – vermutlich überwiegend nicht direkt Betroffene. 

In diesem Kontext ist uns ein Tweet von Marcus Mittermeier, einem deutschen Schauspieler mit über 40.000 Followern aufgefallen. Er scheint uns repräsentativ für eine weitverbreitete Einstellung zu sein. 

Der Tweet lautet: “3 mal Malle, neues Auto, alle 2 Wochen um Outlet Markenklamotten. Aber wenn die Ölheizung kaputt geht, ne Wärmepumpe, das geht nicht, weil zu arm.”

Sezieren wir das doch einmal: Gehen wir davon aus, dass dieser Typus Hausbesitzer weit verbreitet ist – was ich bezweifle – ist die Argumentation: Wenn du dir Konsum leisten kannst, dann musst du dir auch staatlich verordnete Zwangsausgaben leisten können. 

Hier wird ein Bild von Hausbesitzern gezeichnet, das ungefähr dem Bild von Zahnärzten oder Unternehmern im ARD-Tatort entspricht: oberflächlich, konsumgeil und klimaschädigend. SUV, Ballermann und Gucci. 

Das scheint uns Unsinn zu sein. Warum? Die meisten Menschen können sich – gerade in der heutigen Zeit – einen Hauskauf nur leisten, wenn sie ihr Konsumverhalten massiv einschränken. Wer so lebt, wie Mittermeier beschreibt, wird sich nur dann ein Haus leisten können, wenn er sehr überdurchschnittlich verdient und das in einem sehr gesicherten Arbeitsverhältnis. Im Gegenteil ist es doch oft so, dass ein Hauskauf Menschen finanziell diszipliniert. 

Zweiter Tweet: “Heute gelernt: die mit Abstand allermeisten Immobilieneigentümer fliegen nicht nach Malle, fahren alte Autos und tragen keine Markenware.”

Obwohl sein Tweet sehr wahrscheinlich sarkastisch gemeint ist, trifft er die Wahrheit damit viel mehr – siehe auch The Millionaire Next Door. 

Was motiviert Menschen wie Mittermeier psychologisch? Ist es Neid, Missgunst oder Häme?

Das Ergebnis ist auf jeden Fall eine Stigmatisierung von Menschen, die Eigentum haben. Nach dem Motto: “Wie kann der sich das überhaupt leisten?”

Abgesehen davon, dass eine weitere Spaltung der Gesellschaft nicht hilfreich und gesund ist, denn Diskriminierung von Vermögenden kann ja nicht “gut” sein, möchten wir noch auf etwas anderes hinaus: Wir möchten euch warnen, gerade die jüngeren Zuhörer! Vorsicht: Dieser Neid-Virus hält dich klein! Er schadet dir selbst. Missgunst und Nichtstun können die Folge sein. Das ist ein gefährlicher Cocktail. 

Du baust – oft ganz unbewusst – Widerstände gegen Wohlstand auf. Wenn dir nämlich so Vermögensbildung vermiest wird, ist das Ergebnis die totale Abhängigkeit vom Staat. Nur wer selbst Vermögen bildet, kann finanziell frei werden. Vielleicht die einzig wahre Form der Freiheit in unserer westlichen Welt? 

Das Neid-Virus kann dich passiv machen. Nach dem Motto: Das bringt ja alles sowieso nichts, da warte ich lieber gleich aufs BGE. 

Side Hustle holen dich vom Sofa und können dich Immunisieren gegen das Neid-Virus. 

SHOWNOTES: 

Hier geht es zu der Episode über die „bösen Unternehmer“

In dieser Folge sprechen wir über die Aktienrente

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4 comments on “Episode 278 Vermieter, Unternehmer, Privatiers: Neid kann dich die finanzielle Freiheit kosten

  1. Mirko sagt:

    Hallo zusammen,

    ein wichtiges Thema, das ihr da in dieser Episode ansprecht. Vielen Dank dafür!

    Als ihr den Tweet dieses mittelmäßigen Schauspielers besprochen habt, hatte ich ein deja vu. Waren es nicht Aussagen wie diese, die wir in den letzten zwei Jahren von vielen Zwangsgebührenfinanzierten Schauspielern, Politikern und allen möglichen anderen Staatskneteabhängigen gehört haben, als die Jagd auf rund 20 Prozent der Bevölkerung eröffnet wurde und Menschen, die sich bestimmten Narrativen widersetzten, für beinahe vogelfrei erklärt wurden?!

    Diese Art der Hetze ist leider in meinen Augen nur ein weiterer Aspekt einer Kampagne gegen das Eigentum als Kernelement einer freiheitlich-bürgerlichen Gesellschaft. Man will keine selbstbewussten Bürger, sondern abhängige, verängstigte, kindische, verunsicherte, vereinzelte und besitzlose „Menschen“. Diese neue Rent-Everything-Kultur, in der man sich über Leute, die noch etwas besitzen als spießig, rückständig und borniert lustig macht, ist, so steht zu befürchten, leider nur die Ouvertüre. Denn erst kommt der Pranger, dann das Schafott.

    Hätte ich Ahnung von Politik, würde ich hier Muster erkennen, die fast so etwas wie orchestriertes Handeln gewisser Akteure_Innen (er, sie, es, divers usw. inkludiert) nahelegen. Aber dieser Eindruck ist sicher nur meiner toxischen Männlichkeit zu verdanken.

    So, jetzt muss ich aber los, meine Gasheizung ausbauen!

    Es grüßt
    Mirko

    1. Christian Schmid sagt:

      Vielen Dank für diesen unterhaltsamen und weisen Kommentar, lieber Mirko! Es stimmt, diese Art der Hetze erfreut sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit und ist immer verbunden mit einem rigorosen Gefühl der moralischen Erhabenheit – die natürlich durch nichts begründet ist, sondern sich allein aus der Proklamation speist.

      Tja, wenn man mit toxischer Männlichkeit heizen könnte, wäre die Welt wieder in Ordnung!

  2. Andy sagt:

    Servus, wie immer eine gelungene Folge. Passend dazu:

    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/existenzgruender-gruender-start-up-kfw-corona-101.html

    „Noch stärker sei der Rückgang bei den Nebenerwerbsgründungen, die um 43.000 auf 328.000 gesunken seien – ein Minus von zwölf Prozent“.

    Ich denke hier könnte die Politik noch mehr machen, z.B. höhere Abgaben und Steuern, zum Beispiel. Kann ja nicht sein, dass jemand der nebenbei noch arbeitet, mehr Geld hat, als jemand der dies nicht machen möchte. 🙂

    1. Christian Schmid sagt:

      Vielen Dank, Andy!

      Ich denke auch, dass da noch Luft nach oben ist. Mehr Abgaben, mehr Bürokratie, ein paar Verbote – alles für die soziale Gerechtigkeit! 🙂

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