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Episode 148 Finanzielle Bildung: Autor Mike Schäfer über sein Kinderbuch “Mein Geld, dein Geld”

„Ohne finanzielle Unabhängigkeit ist keine Freiheit möglich. Ohne finanzielle Bildung ist keine finanzielle Unabhängigkeit möglich.“

Nein2Five

Mike und Marielle haben ihre Löffel in vielen Töpfen. Sie betreiben den Finanzblog und Podcast beziehungs-investoren.de und probieren neben ihren Hauptjobs auch immer wieder neue Side Hustle Ideen aus.

Vor einigen Wochen ist Mikes Sachbuch für Kinder “Mein Geld, dein Geld” im Beltz Verlag erschienen. In diesem Buch bringt er Kindern im Grundschulalter die Welt des Geldes nah und spricht auch über das Investieren in Aktien und Unternehmertum. Das ist für ein Kinderbuch über Geld eher ungewöhnlich. 

Wir denken, dass das Thema Geldbildung bei uns immer noch zu stiefmütterlich behandelt wird. Die Angst der Deutschen vor Aktien zum Beispiel ist groß, die Fixierung auf unproduktive „Anlageformen“ wie das Sparbuch fast neurotisch.

Finanzielle Bildung kann also – wenn es nach uns geht – nicht früh genug beginnen. Mit seinem verständlich und anschaulich geschriebenen Buch “Mein Geld, dein Geld” trägt Mike also dazu bei, Geldthemen in die Grundschule zu bringen.

SHOWNOTES: 

Hier kannst Du das Buch von Mike Schäfer bestellen: „Mein Geld, dein Geld“

Wir haben die Beziehungsinvestoren auf Instagram kennengelernt.

Zu dem Podcast von Marielle & Mike kommt ihr über diesen Link.

Das im Podcast erwähnte Interview mit Beate Sander findest Du hier.

Hashtag dieser Episode: #925meingelddeingeld

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Transkript:

[00:00:03.060]
Der Titel der heutigen Episode lautet Finanzielle Bildung für Kinder. Autor Mike Schäfer über sein Buch Mein Geld, dein Geld. Mike und Maria betreiben nebenberuflich den Wienands Blog und Podcast Beziehungs Investoren und haben auch noch andere Site Hustle. Vor einigen Wochen ist Mikes Sachbuch für Kinder „Mein Geld, dein Geld“ im Beltz Verlag erschienen. In diesem Buch bringt er Kindern die Welt des Geldes nahe und spricht auch über das Investieren in Aktien und Unternehmertum. Das ist für ein Kinderbuch über Geld eher ungewöhnlich.

[00:00:43.750]
Und dieses Buch kannst du sogar gewinnen. Wir verlosen mein Geld, dein Geld. Das Einzige, was ich tun musst, trage dich in unsere E-Mail Liste ein. Das Gewinnspiel endet am 11. Oktober um 24 Uhr. Und noch eine andere Anmerkung in eigener Sache Auch wir kommen bald mit unserem Buch über Nebeneinkommen und Fack JU Malli auf dem Markt. Fragt euch unsere E-Mail ist ein, um über Aktionen rund um den Launch des Buches informiert zu werden. Hallo und willkommen bei 9to5Mac.

[00:01:39.970]
Schön, dass du dich heute zugeschaltet hast. Vielleicht kannst du dich mal kurz selber unseren Zuhörern vorstellen.

[00:01:46.690]
Sehr gerne. Vielen Dank Christian und Ruben für die Einladung. Es freut mich sehr, dass ich heute hier bin. Mein Name ist Max Schaefer, und zusammen mit meiner Frau Maria Schäfern haben wir 2016 die Beziehung zu Investoren gegründet. Darin behandeln wir Themen um Finanzen und Beziehung.

[00:02:06.050]
Das ist das, was unser seit Hassell ist.

[00:02:11.320]
Im echten Leben in Anführungsstrichen bin ich Psychologe und Leiter. 2. Schulkind Betreuungen in der Nähe von Frankfurt, und das mache ich mittlerweile in Teilzeit nur noch 30 Stunden. Das heißt, ich habe da meine Zeit auch schon etwas reduziert. Ansonsten bin ich gerne sportlich unterwegs. Ich spiele gerne, spiele und engagiere mich viel im Ehrenamt. Das heißt, ich bin auch z.B. im geschäftsführenden Vorstand von einem relativ großen Verein hier in der Gegend. Im Sportverein. Was ist gerade schon angesprochen?

[00:02:47.990]
Der Blog Beziehungs Investoren habt ihr auch ein Podcast und Podcast und Blog. Und ihr macht das seit 2016. Jetzt würde uns interessieren. Ihr könnt ja jetzt, ihr blickt auf vier Jahre zurück. Was waren denn so die heißesten Themen? Was waren die Themen, bei denen eure Leserinnen und Leser die meiste Resonanz hatten?

[00:03:08.070]
Es hat sich tatsächlich geändert im Laufe der Zeit. Ich würde sagen, so, in den ersten zwei Jahren war es hauptsächlich die persönlichen Finanzen in der Beziehung. Das heißt, überhaupt mal den Einstieg zu finden, über Geld zu sprechen. Denn das ist tatsächlich etwas, was so schwer fällt, sich einfach mal auszutauschen, was so die Wünsche sind, wo man hin möchte, wie viel man denn überhaupt verdient, wie viel man im Monat ausgibt. Das würde ich sagen, weil so der Fokus in den ersten zwei Jahren.

[00:03:35.790]
Mittlerweile hat sich das doch relativ stark weiterentwickelt, sodass wir jetzt auch aktuell uns neu positionieren, und zwar mehr in die Rollenverteilung innerhalb der Beziehung, gerade jetzt, weil wir auch Eltern geworden sind vor zwei Jahren. Und was da für Erwartungen nochmal innerhalb der Familie gestellt werden. Was für Erwartungen auch von Arbeitgeber oder Freunden an Frau oder Mann, die Mama und Papa werden gestellt werden. Und natürlich, was das alles für die Finanzen bedeutet und wie man das dann für sich gut in der Beziehung organisieren kann.

[00:04:14.040]
Eine Frage, die ich gerne stellen würde, weil du eingangs sagt, dass das Thema Geld und Partnerschaft, das heißt, wenn ich es richtig verstehe. Wir reden über die Schnittmenge der beiden Themen. Genau.

[00:04:24.720]
Wir reden über die Schnittmengen, wir reden darüber quasi. Wie kann man ein System als Paar gut aufbauen, das das Geld am Fließen bleibt und jeder sich fair behandelt fühlt? Ich würde, ich würde gerne überleiten zu dem Buch, das du geschrieben hast und das jetzt neulich veröffentlicht worden ist. Der Titel des Buches ist Mein Geld, dein Geld von Mäusen, Kröten und Moneten. Ich habe das Buch ja gerade vor mir vor mir liegen, mir freundlicherweise zugeschickt, und wir verlosen das ja auch.

[00:04:55.700]
Im Anschluss an diesen Podcast ist erschienen im Beltz Verlag. Das ist ein Kinderbuch Verlag. Wie ist es überhaupt dazu gekommen, dass du mit diesem Verlag zusammenarbeitet? Hast du dich beworben? Hast du ein Konzept geschrieben? Hast du selbst veröffentlicht? Wie war da die Entstehungsgeschichte?

[00:05:14.970]
Es war so, dass wir im November 2009 eine E-Mail bekommen haben von dem Beltz Gelberg Verlag, das unseren Blog entdeckt haben, und dass sie ja ganz toll finden, wie wir darüber schreiben, wie wir uns dem Thema Geld annähern, und dass der Schreibstil auch ganz toll wäre und ich das sehr gut vorstellen könnte. Für Ihr neuestes Projekt ein kinder. Sachbuch über Geld zu verfassen, uns als Autoren zu gewinnen. Und dann war es eben so, dass Maria gesagt hat Da habe ich überhaupt keine Lust drauf.

[00:05:47.690]
Es ist nicht so, mein Ding ist perfekt. Genau mein Thema will ich machen. Und dann habe ich mit der Lektorin telefoniert oder sie mit mir.

[00:06:06.560]
Hat mich ein paar Sachen gefragt. Ich hab eine Schreibprozess abgeliefert, und es war eine kleine Bewerbung, weil es noch andere Autoren und Autorinnen im. Nach dieser Bewerbungsphase hat der Beltz Gelberg Verlag sich dann für mich entschieden und mir den Zuschlag gegeben. Konzeptionell.

[00:06:29.390]
Ja. Scherz gedacht? Ich wollte ganz kurz gehen, weil ich hätte es gedacht, dass dieses Buch vielmehr der Impuls, dieses Buch zu schreiben, vielleicht daher rührt, dass ihr vor kurzem Eltern geworden seid. Vor zwei Jahren, wenn ich das richtig verstanden habe, dass das der Impuls war, so ein Buch zu schreiben, zu veröffentlichen.

[00:06:53.990]
Also war mein erster Gedanke, wenn ich ehrlich bin, aber nicht so zu sein scheint, nicht so zu sein. Tatsächlich ist unser eigener Sohn war nicht der ausschlaggebende Grund, das Buch zu schreiben. Aber bevor ich es dann dazwischengekommen wie konzeptionell dieses Thema ich ansprechen hasse Konzept Verlagen angeboten. Das war ja damit schon beantwortet. Die sind auf Dichtern zugekommen, die sind auf mich zugekommen.

[00:07:20.720]
Aber was sie, was sie quasi hatten? Der Verlag hatte die Idee, dieses Buch zu schreiben. Sie wussten aber noch nicht, was quasi der konkrete Inhalt ist. Das heißt alles, was inhaltlich drin ist. Da habe ich mir jetzt Gedanken darüber gemacht. Was habe ich aufgebaut? Und dann natürlich in Absprache mit dem Verlag dann auch entschieden, was die Kapitel sein sollen. Dadurch, dass ich in so einem Buch immer begrenzt Platz sind, sind ein paar Kapitel dann rausgefallen, paar andere wieder reingekommen.

[00:07:44.960]
Das war dann etwas Verhandlungssache, und so ist dann eben dieses Buch entstanden. Es sind ja Kinderbücher zu dem Thema Sachbücher zu dem Thema, so wie ich sie zumindest kenne. Die beschäftigen sich in der Regel nicht mit Themen wie Aktien und Unternehmensgründungen. Das fand ich jetzt in seinem Buch auffällig und ungewöhnlich und auch positiv. Welches? Welches Ziel habt ihr denn verfolgte denn mit diesem Buch? Ist das ein aufklärerischen Ansatz, oder geht es auch darum, vielleicht ein bisschen zu inspirieren, mal über die Angestellten Leben hinauszudenken?

[00:08:27.080]
Ich glaube, es hat. Es hat viele Aspekte. Die beiden, die du genannt hast, auf jeden Fall. Es ist natürlich ein Sachbuch, das heißt, es soll informieren, es soll aufklären. Es soll Kinder an ein Thema heranführen, was viel zu häufig im Schweigen ist. Die meisten Menschen in Deutschland kriegen ja das erste Mal mit dem Thema wirklich etwas zu tun, wenn sie ausziehen und auf einmal sich damit beschäftigen müssen. Und das ist eben der Ansatz, das ganze Frühjahr zu etablieren.

[00:08:53.690]
Auf der anderen Seite natürlich auch das Geld jetzt erst mal nichts Böses oder Schlimmes ist, sondern dass man mit Geld eigentlich ziemlich coole Sachen machen kann, wie ein Unternehmen gründen oder in andere Unternehmen zu investieren. Aber auch Spenden, Projekte aufbauen und damit ganz viele gute Sachen für sich selbst, für andere und für die Gesellschaft auf die Beine zu stellen. Das war mir persönlich ganz wichtig. Dass dieser negative Glaubenssätze, diese negative Glaubenssätze, die immer noch am Geld dran haften, ein bisschen aufzuräumen, einfach es neutraler bzw.

[00:09:29.630]
positiver darzustellen.

[00:09:32.450]
Jetzt gucke ich mir gerade die Inhaltsangabe des Buches an. Und wir hatten ja eingangs gesagt, dass es ein Buch, ein Kinderbuch ist. Im Grunde genommen würde ich das ja nicht nur als Kinderbuch verstehen, sondern auch ein Sachbuch für Erwachsene. Wir wissen ja, dass die finanzielle Bildung hier in Deutschland ja nur rudimentär vorhanden ist.

[00:09:58.370]
An sich ist ja auch ein Buch für Erwachsene, oder?

[00:10:01.160]
Auf jeden Fall. Der Gedanke damals, während ich das geschrieben habe, war schon, dass man es ab sechs Jahren mit Kindern zusammen liest, beziehungsweise dass es eine Art Familie Buch sein kann, sodass Eltern und Kinder sich gemeinsam da drin entdecken, faszinierendes Wissen aufbauen und einfach mal gucken, wie es dann in ihrer eigenen Familie tatsächlich ist. Es geht in dem Buch ja auch z.B. darum Wofür müssen wir Familie Geld ausgeben? Und das bietet sich anders, dann auch einfach mal zusammenzutun.

[00:10:33.900]
Und ich habe tatsächlich auch sehr viel positives Feedback von den Eltern bekommen, die das Buch selbst gelesen haben und dann auch gesagt haben Boah, so einfach und verständlich habe ich es selbst noch gar nicht gelesen oder beigebracht bekommen. Ich habe es selbst sehr, sehr viel gelernt daraus. Es ist wirklich sehr, sehr klar und anschaulich geschrieben, das ist mir auch aufgefallen. Ich glaube, es ist tatsächlich allgemeinverständlich, und das ist ja bei so einem komplexen Thema auch eine hohe Kunst.

[00:11:01.950]
Finde ich auch ein Kompliment an dich als Autor. Das ist sehr, sehr klar geschrieben.

[00:11:09.030]
Vielen Dank. Vielen Dank! Es war ein langer Prozess, aber ein sehr, sehr spannender und kreativer Prozess. Zum Beispiel dieses Kapitel über die Insolvenzen und das Insolvenzrecht. Ich meine, das ist ja auch etwas, wo ich mich auch nicht im Detail mit auskenne und erstmal sehr viel Recherchearbeit nötig war. Und ich glaube, mein erster Draft in diesem Kapitel waren zwei Woerth DIN-A4-Seiten in 12 Punkt runter geschrieben. Das ist natürlich, wenn du das Buch jetzt vor dir liegen hast, viel, viel, viel zu viel.

[00:11:38.910]
Aber es war das eigene Verständnis, und von da aus ging das dann in mehreren Schleifen zu dem, was dann tatsächlich jetzt auch im Buch abgedruckt wird oder wurde. Das ist ja genau die Kunst, das immer weiter herunterzubrechen und so einfach zu machen, dass es eben auch ein Kind verstehen kann. Ich finde das. Ich finde es großartig, wenn man, wenn man das so einfach erklärt. Du hat es eben über Glaubenssätze gesprochen, mit denen er auch mit diesem Buch ein bisschen aufräumen wollte.

[00:12:08.330]
Vielleicht können wir da noch nochmal ein bisschen tiefer drüber sprechen. Was wären denn so Glaubenssätze, Tabuthemen in Deutschland, die ja auch mit diesem Buch adressieren?

[00:12:21.890]
Marc, du hattest deine Antwort gesagt, dass Glaubenssätze zum Thema Geld, die in diesem Buch auch adressiert werden sollen. Vielleicht kann man da noch nochmal ein bisschen ausführlicher drüber sprechen. Welche? Welche Glaubenssätze sind denn deiner Meinung nach in Deutschland besonders weit verbreitet? Nein, wie ich vorhin schon gesagt habe Bei den Beziehungs Investorin ist so ein hartnäckiger Glaubenssatz, dass man über Geld nicht spricht. Und ich denke, dass dieses Buch sich hervorragend dazu eignet, über Geld zu sprechen.

[00:12:52.420]
Denn es sind ganz viele Alltags nach Themen drin. Und bei Kindern ist es ohnehin so, dass, wenn sie etwas lesen, das sie interessiert, dass sie dann noch in das Gespräch gehen. Ich hoffe einfach, dass die Eltern, die die Bücher verschenken, dadurch auch offen sind, sich mit ihren Kindern darüber zu unterhalten, und somit Geld mehr Gesprächszeit innerhalb der Familie einnehmen kann.

[00:13:15.310]
Das wäre, so der Glaubenssatz, du bist ja von Hause aus, hast du eben gesagt Psychologe, was glaubst du denn? Sind die psychologischen Motive hinter diesem nicht über Geld sprechen wollen?

[00:13:30.640]
Da sind wir tatsächlich weit im Bereich des Glaubens und nicht mehr im Bereich des Wissens. Also ich kann mir vorstellen, dass ich einmal aus der Kultur und Gesellschaft herauskommt, weil man soll sich ja auch nicht über seine Gehälter unterhalten, und man soll sich darüber nicht austauschen. Und wenn man es tut, dann kommt vielleicht auch noch etwas Neid Kultur mit rein, die man immer mal wieder in den Medien sehen kann, wenn es darum geht, was irgendwelche Superreichen in Deutschland oder auch in den USA tun und wie sie an den Pranger gestellt werden und das dadurch, dass man über Geld nicht spricht, quasi diese ganzen Fettnäpfchen auch einfach ausspart.

[00:14:17.720]
Eine vermeidungsstrategien. Wenn ich nicht drüber spreche, dann kann ich auch nichts falsch machen. Und was glaubst du, warum diese Leitkultur in Deutschland so ausgeprägt ist? Keine. Keine Ahnung. Ich weiß es nicht. Also wenn ich z.B. nach England fahre und in London Urlaub mache und in die U-Bahn rein gehe, habe ich da jeden Morgen ein Motivations Spruch, Zitat stehen. Wieso es sich lohnt, heute aufzustehen, etwas Produktives zu tun, was Tolles für die Gesellschaft zu erledigen.

[00:14:52.010]
Wenn ich in meine Zeit an die USA denke, wo ich ein Jahr verbracht habe, auch da war die Mentalität eine ganz andere. Wir wachsen zusammen, wir entwickeln uns weiter, wir gehen dahin, und sowas ist in Deutschland eher nicht vorhanden, oder? Ich habe es noch nicht gesehen. Also vielleicht mich auch an den falschen Orten. Aber das ist einfach von der Kultur her schon eine ganz andere Mentalität, sich Herausforderungen und Aufgaben zu stellen. Dafür belohnt zu werden.

[00:15:26.520]
Was sind denn andere Glaubenssätze zum Thema Geld, die du hier auch für mich? Auffällig. Das hatte ich ja auch schon mal gesagt. In dem Buch ist, dass du auch sowas wie Aktien. In einem unserer beliebtesten Interviews Beate Sander hier bei uns im Podcast ehemalige Realschullehrer, die irgendwann eine Aktienanleihe gegründet hat. Und das war ihr Einstieg. Im Grunde genommen selber investieren, mittlerweile mehrfache Millionärin. Sie hat auch gesagt, dass dieses Thema lange Zeit in Deutschland Aktien irgendwie sehr, sehr negativ belegt war.

[00:16:02.970]
Die Aktienquote oder Aktienquote, die die Anzahl der Aktionäre in Deutschland ist ja auch relativ gering im Vergleich zu anderen Ländern. Was sind deine Gedanken zu dem Thema Aktien? Ja, ich habe vor ein paar Tagen ganz interessanten Vortrag gesehen, und zwar nur einmal statistisch einfach aufbereitet, wie denn das Privatvermögen in Deutschland verteilt ist. Es ist einfach Ungefähr vier Billionen der sechs Billionen Euro, die in Privathand sind, liegen auf Sparbüchern, Lebensversicherungen, Tagesgeldkonten und solchen solchen Anlageprodukten quasi.

[00:16:48.820]
Und das ist natürlich ein unfassbar hoher Teil. Und das ist, wenn man sich das anschaut, dann weiß man auch, warum es mit der Aktienkultur etwas schleppend geht. Ich glaube, mit den Leuten, mit denen ich mich unterhalte, die noch keine Aktien haben oder mal welche hatten, bei denen es tatsächlich immer noch das, was vor 20 Jahren passiert ist, sehr präsent und. Als erstes Gegenargument bekomme ich zu sagen Na ja, aber da war ja diese Taktierer und da hat mein Vater halt sehr viel Geld mit verloren.

[00:17:20.080]
Und das schwingt tatsächlich immer noch mit. Und dann ist es natürlich auch so. Dadurch, dass du gerade schon gesagt hast, irgendwie das Ganze nicht so wirklich Thema in der Schule, ist auch sehr schwierig, an eine breite Bevölkerungsgruppe zu richten. Ja, wir haben in Hessen irgendwie Politik und Wirtschaft, in Hessen, in Bayern Recht und Wirtschaft und so. Aber da geht es meistens um sehr große abstrakte wirtschaftliche Zusammenhänge wie Zoll oder Währungsunion oder wie die Weimarer Republik den Wirtschaftsraum erschlossen hat oder so.

[00:17:55.930]
Und das hat halt alles nichts mit meinen eigenen persönlichen Finanzen zu tun, wie ich mit meinem Geld umgehe und ob ich es investiere oder unters Kopfkissen lege. Das was in Amerika Personal Finance genannt wird im Vergleich in Abgrenzung zum Finance. Das sind dann ja eher die volkswirtschaftliche. Historisch genau werden wahrscheinlich in solchen Unterrichtseinheiten er behandelt, aber nicht. Was bedeutet das konkret für meine Geldanlage? Jetzt mal abgesehen von dem mangelnden Wissen Ich meine diese Zahlen, die du da genannt, das sind ja wirklich schockierend über die Hälfte des Vermögens.

[00:18:28.680]
Einfach sage ich Rumliegt und produktiv ist ja wirklich lustig. War mir nicht bewusst. Finde ich schockierend. Meinst du, es hat nur mit Wissen zu tun? Das, was über die T-Aktie gesagt, das sind ja auch Vorurteile, die dann anscheinend von Generation zu Generation weitergegeben werden. Ich habe oft das Gefühl, dass da auch so eine moralische Komponente mit rein spielt. Für viele sind Aktien moralisch irgendwie nicht ok.

[00:19:00.000]
Das finde ich ganz spannend, denn den Aspekt hatte ich noch nicht. Ich habe zwar das eine oder andere Mal Gespräche quasi über nachhaltige Anlagen gehabt, wo Menschen gesagt haben Das unternehmen und will ich nicht investieren, aber quasi in ein anderes Unternehmen war es bestimmte nachhaltige Kriterien erfüllen, möchte ich sehr gerne investieren. Ich würde gerne herausfinden, wie ich diese Unternehmen finde. Also Gespräche habe ich geführt, aber so persönliche Erfahrungen damit, dass es tatsächlich Teufelszeug und moralisch verwerflich ist?

[00:19:30.450]
Das hatte ich noch nicht.

[00:19:31.680]
Wie würdest du dir denn, sag ich mal, den idealen Schulunterrichts zum Thema Geld vorstellen?

[00:19:41.310]
Bildung ist eines meiner Lieblingsthemen. Das heißt, das ist eine Frage, die, da könnten wir wahrscheinlich einen separaten Podcast mit eröffnen. Ich versuche, es mal sehr kurz zu fassen. Also so, wie es auch in Ihrem Buch gemacht habe, glaube ich, ist es wichtig, Geld an alltägliche persönliche Erfahrungen zu knüpfen und damit zu lernen. Das heißt, es bringt relativ wenig, quasi zu erzählen, was konkret ist, was das mit einem Unternehmen zu tun hat und so weiter, sondern man muss quasi gucken Was sind die Interessen der Schülerinnen und Schüler?

[00:20:16.040]
Und da die Themen anknüpfen, kann Limo Stand sein, den ich am Wochenende einfach mal hinstelle und der dann immer weiter wächst und dann irgendwann in Aktien unternehmen wird. Es kann sein, dass man als Schule vielleicht sogar ein Depot anlegt oder ein Musterdepot anlegt und die Schüler und Schülerinnen Aktien auswählen und dann tatsächlich in diese Musterdepot kaufen und man dann dadurch auch sieht, was das quasi für mittelfristige, langfristige und natürlich auch kurzfristige Auswirkungen hat auf das Geld. Im Vergleich zum Beispiel mit Geld, was dann?

[00:20:55.740]
Einfach nur einem Sparschwein nicht. Oder es müsste auch einfach mal sein herauszufinden, was man denn momentan alles schon für Einnahmen und Ausgaben hat. Denn auch Schüler haben Einnahmen und Ausgaben.

[00:21:06.580]
Also lebenspraktische, ausgehend von Gegenständen und Dingen, die die Schüler auch kennen. Also ich sage jetzt Ein iPhone auf dem Tisch liegt vielleicht einmal über das Unternehmen dahinter sprechen und wie die Aktien von Apple gerade funktionieren. Und was das wiederum vielleicht auch, wie man so ein Geschäftsbericht liest und solche Dinge auf jeden Fall auf jeden Fall ist.

[00:21:28.980]
Es darf nichts Abstraktes sein, weil es, wenn es abstrakt ist, dann bleibt es einfach in der Schule, und es wird nur gelernt für die nächste Klausur und dann wieder vergessen. Es brauche auf jeden Fall persönliche Anknüpfungspunkte, und das finde ich ein sehr gutes Beispiel, tatsächlich mal ein Produkt hinzulegen und zu fragen Wo kommt das denn her, wenn man sich jetzt so große Sachen anguckt wie z.B. Nestle? Ich meine, da gehören irgendwie Tausende von Produkten dazu. Und dann noch einfach mal ein Bewusstsein dafür zu schaffen, zu welchem Unternehmen denn so ein Produkt gehört und wie ich vielleicht von diesem Produkt auch profitieren kann.

[00:22:09.390]
Disney plus z.B. wird ja jetzt auch gerade sehr geheizt, und es strömen Millionen von Leuten in diesen Service rein. Aber dass man tatsächlich von diesem Abo Service auch profitieren kann oder von Star Wars profitieren kann oder von der Prinzessin Eiskönigin, indem ich Aktien von diesem Unternehmen kaufe und dann quasi einen kleinen Teil dieses Gewinnes. Diese ganzen Sachen, die man konsumiert, erwirtschaften auch bei mir auf dem Konto landen können. Das wäre dann mal zu schauen, ob man das, was man was man konsumiert, nicht auch investieren.

[00:22:44.960]
Diese Konzepte zu verdeutlichen. Welche Konzepte und Gedanken zum Thema Geld würdest du denn gerne mitgeben oder eine philosophische Herangehensweise?

[00:23:08.440]
Auf jeden Fall. Geld einfach sehr sehr viel Kohle Sachen machen kann und das Geld wesentlich mehr bietet, als ans Kyros zu gehen und mir ein Eis zu holen, das ist völlig fein und das gehört auch dazu. Und wir essen selbst jeden Abend Eis. Das ist auch auf jeden Fall eine gute Investition, wenn man es mag. Aber das ist eben nur, dass es eben einfach noch wesentlich mehr bietet. Ich kann. Mit Geld kann ich Projekte anstoßen, das heißt, ich kann in meinem Stadtteil was machen.

[00:23:42.030]
Ich kann meiner Schule was machen. Ich kann in meinem Verein was machen. Ich kann zu einem Spendenaufrufe oder so ein Spendenlauf organisieren. Ich kann andere Menschen einladen. Das heißt, ich tue einen Gefallen. Das heißt, es gibt sehr, sehr viele Möglichkeiten, einfach mit Geld Tolles und Positives umzusetzen und anzufangen. Und diese Vielfalt? Die möchten wir unserem Kind auf jeden Fall geben. Finde ich ein sehr, sehr schönes Schlusswort. Mag ja so nett und hat mir dieses Buch geschickt mein Geld, dein Geld.

[00:24:17.150]
Und wir verlosen dieses handsignierte Exemplar heute auch wenn Ihr liebe Zuhörer, dieses Buch gewinnen möchte, dann müsst ihr euch einfach nur für unseren Newsletter anmelden. Den findet ihr auf unserer Webseite. Unter allen, die sich in der nächsten Woche eintragen, verlosen wir das Buch von Mike Mein Geld, dein Geld. Vielen Dank, dass du dir heute die Zeit genommen hast.

[00:24:44.500]
Ein sehr interessantes Gespräch und bis bald sehr gerne vielen Dank für die Einladung. Nicht einfach rausschneiden. Aber wer von euren Hörerinnen und Hörern ein signiertes, mit Widmung persönlicher Widmung versehen haben möchte und vielleicht schon drin ist, der kann mir natürlich auch einfach bei Instagram schreiben. Und dann kriegen wir das auch hin. Lassen wir auf jeden Fall drin und euren Podcast und eure Webseite verlinken wir natürlich auch in den schon perfekt.

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